Einmal in der Nacht, es war gegen Mitternacht, wurde mein Mann von einem starken Licht geweckt. Als er die Augen öffnete, stand wieder die Jungfrau Maria neben dem Bett. Sie trug ein weisses Kleid, einen blauen Umhang und aus ihren beiden Händen strahlte ein starkes Licht, das direkt auf ihn fiel. Valentín begann sie um Gnaden für unsere ganze Familie zu bitten, für jedes Familienmitglied einzeln, denn nichts anderes kam ihm damals in den Sinn. Er war sehr aufgeregt, und während er sein Anliegen vorbrachte, wurde das Licht langsam schwächer, bis es schliesslich zusammen mit der himmlischen Mutter verschwand.
Unser Leben verging langsam, als mein Mann auf einmal feststellte, dass er Probleme mit den Augen hatte. Zuerst dachte er, es sei eine Entzündung, aber die Diagnose lautete schlimmer. Es war die feuchte altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Er begann zu beten und Gott darum zu bitten, ihn zu heilen, denn bei dieser Diagnose folgt ein trauriges Ende, nämlich Blindheit. Eines Abends, als er um seine Heilung betete, hörte er eine sanfte Männerstimme: „Du brauchst kein Augenlicht, denn du wirst mit dem Herzen sehen.“ Da verstand er, dass es Gottes Wille war, und hörte auf, um seine Heilung zu bitten. Er kam Jesus noch näher und fand sich mit seinem Augenleiden ab. Wir gingen weiterhin zum Tabernakel und zur eucharistischen Anbetung, als eines Tages während der Anbetung Jesus erschien und sprach: „Willst du mein Herz? Ich gebe es dir.“ Er hielt sein Herz in den Händen, streckte diese aus und sandte es ihm. Das göttliche Herz flog durch die Luft und traf die Brust meines Mannes. Er fühlte eine grosse Glut und war überglücklich. Er gestand mir, dass er immer dann, wenn wir vor dem Tabernakel gewesen waren, Jesus gebeten hatte, ihm ein Stückchen seines Herzens zu geben. Und Jesus hatte es getan. Jesus hatte ihn erhört. Für meinen Mann war das eine so tiefe Erfahrung gewesen, dass er noch lange darüber erzählte und über alle Massen glücklich war.
In der Zwischenzeit sind auch mir seltsame Dinge widerfahren. In der Nacht träumte ich von der heiligen Therese von Lisieux. Als etwa Achtjährige lächelte sie mich an. Ein anderes Mal besuchte mich Jesus im Traum. Er trug eine weisse Tunika, setzte sich neben mich und schaute in die Ferne. Als ich aufwachte, war ich sehr erfreut. Einmal besuchte mich ein grosser Heiliger im Traum. Er war alt und trug festliche Kleidung. Ich hatte den Eindruck, dass es ein Bischof war. Ich befand mich mit meinem Mann in einer Kapelle, an deren Wänden fünf Tabernakel hingen. Einer war golden, ein weiterer silbern, jeder von ihnen wirkte auf seine Weise schön. Der Heilige sagte: „Komm näher zu mir, ich werde dir etwas sagen.“ Und er begann mir zuzureden: „Ich bin schon sehr alt und kann mich nicht mehr um so viele Tabernakel kümmern.“ Er war wirklich sehr alt. Er hatte längere, gewellte weisse Haare, einen langen weissen Bart und ein liebenswürdiges Gesicht eines Greises. Er lächelte mich immer noch an und fuhr fort: „Ab jetzt wirst du dich um einen von ihnen kümmern.“ Darauf antwortete ich ihm: „Ich? Ich bin nicht würdig.“ Aber er hielt mich sofort mit einem Lächeln auf: „Du bist würdig, du bist würdig. Komm, ich zeige dir etwas.“ Er stellte mich vor den vierten wunderschönen, aus Holz geschnitzten, mit Gold verzierten Tabernakel und fuhr fort: „Ab jetzt wirst du dich um diesen hier kümmern.“ Damals verstand ich das in dem Sinne, dass ich Jesus noch öfter überall dort besuchen solle, wo sich mir eine Gelegenheit dazu biete. Und in dem Sinne führten es mein Mann und ich auch aus. Immer wenn wir an einen Ort kamen, wo sich auch eine Kirche befand, gingen wir hinein und begrüssten ihn. Manchmal hatten wir auch das Glück, dass gerade das Allerheiligste ausgesetzt war. Wir pflegen es immer zu tun. Wir beten, verneigen uns und preisen den Herrn. Später erfuhr mein Mann, dass es der heilige Athanasius, ein grosser Verehrer und Verteidiger des eucharistischen Jesus, gewesen war, der mich besucht hatte.
Die Zeit verging, als plötzlich, es war am Weissen Samstag am Grab des Heilands, wo auch das Altarsakrament ausgesetzt war, Jesus meinem Mann erschien und ihm sagte: „Valentín, ich habe dich für dieses göttliche Werk ausgewählt. Du wirst die Gemeinschaft der Freunde der Eucharistie gründen und sie auf der ganzen Welt verbreiten. Ich habe mich erhoben, denn die Kirche ist am Absterben. Es herrscht eine grosse Krise in der Kirche, die grösste seit ihrer Gründung, denn ihre Grundfestenselbst stürzen ein. Die Krise der Kirche ist eine Krise der Eucharistie. Die Gläubigen sehen mich nicht in der Eucharistie. Von jetzt an werde ich immer mit dir sprechen, aber es wird jeweils nur bei der Anbetung vor dem Altarsakrament oder vor dem Tabernakel der Fall sein. Dort werde ich dir sagen, was du tun und wohin und zu wem du gehen sollst. Das ist meine Gemeinschaft, mein Werk, du bist nur mein Bote.“
Mein Mann sieht auch die Jungfrau Maria, und zwar dann, wenn der Fatima-Samstag oder wenn ein anderer grosser Feiertag begangen wird. Herr Jesus sagte meinem Mann, er sehe die Jungfrau Maria, weil er für dieses Werk vorherbestimmt worden sei. Einmal sagte er ihm auch andere Dinge: „Du bist mein letzter Kreuzritter. Du wirst meine Fahne bis nach Golgota tragen.“ Mein Mann: „Jesus, dort wurde bereits ein Gotteshaus errichtet.“ Daraufhin sagte Jesus: „Ja, aberdort ist nicht meine Siegesfahne aufgestellt.“ Mein Mann dankte Jesus für alles und fragte ihn, womit er sich diese Gnaden verdient habe. Die Antwort darauf war deutlich: „Mit nichts, du hast sie dir nicht verdient. Ich habe dich ausgewählt, Ich habe sie dir gegeben.“
Ein anderes Mal sprach Jesus diese Worte: „Jeder Mensch befindet sich an einem Scheideweg, wo er sich entscheiden muss, welchen Weg er nimmt. Entweder geht er nach rechts und wählt die Eucharistie oder nach links und wählt Satans Apfel. Dazwischen gibt es keine Möglichkeit. Bedenkt dies: Wenn ihr nicht die Eucharistie annehmt, dann nehmt ihr Satans Apfel an. Entweder werdet ihr mir oder Satan nachfolgen. Valentín, du und deine Frau, ihr sollt ein ehrwürdiges Buch erstellen, in das sich jeder, der meiner Gemeinschaft beitreten will, einschreibt, und zwar in der Weise, dass er seinen vollständigen Namen, sein Geburtsjahr einträgt und eigenhändig seine Unterschrift setzt, denn es handelt sich um einen Vertrag zwischen mir und dem Menschen. Der Eintritt und die Einschreibung in die Gemeinschaft soll jedem, ungeachtet der Rassenzugehörigkeit, des Geschlechts oder Glaubensbekenntnisses, ermöglicht werden. Jedem, der sich dazu entscheidet, mir nachzufolgen.Andersgläubige müssen nach dem Eintritt in die Gemeinschaft zum katholischen Glauben konvertieren und die erforderlichen Sakramente empfangen. Eltern können auch Kleinkinder einschreiben, die allerdings nach der Erstkommunion oder nach Erreichen des zehnten Lebensjahres ihre Zustimmungmit eigenhändiger Unterschrift bestätigen müssen. Jeder, der sich in das Buch einschreiben möchte, soll dies tun können, um welche Seele es sich auch immer handelt.“
Bei der nächsten Erscheinung sprach Jesus diese Worte: „In dem Buch soll mein Bild sein, so wie du mich siehst, und vor allem meine Botschaften. Jeder, der sich in meine Gemeinschaft einschreibt, schreibt sich in mein Herz ein und ich schreibe mich in das seine ein. Er wird mein Freund, und ich werde meinen Freund niemals vor meinem Vater verleugnen. Wer mich zum Freund hat, hat alles. Dieses Buch ist mein Herz. Schützt es und tragt es überallhin. Jeder, der sich in dieses Buch einschreibt, erhält ein Stückchen meines Herzens.“
Einmal richtete sich mein Mann an Jesus mit der Frage: „Jesus, ich bin dein Kreuzritter, aber welche Rolle hat meine Frau in diesem Werk?“ Jesus erklärte es so: „Sie ist dein Krücklein. Sie wird vom Heiligen Geist geführt. Sie wird dich überallhin begleiten und sich um die weltlichen Angelegenheiten kümmern. Du musst dieser Welt vollständig entsagen, sie nur teilweise. Ihr müsst die Demütigsten unter den Demütigen werden. Ihr werdet von den Medien gekreuzigt, aber ihr dürft euch nicht wehren. Ihr dürft nur sagen:‘Wer von euch ohne Sünde ist, der werfeeinen Stein auf uns.’“
Da ich mehr darüber wissen wollte, welche Rolle mir zufällt, richtete mir Jesus durch meinen Mann aus: „Barlička, Barlička. Weisst du nicht, was ein Krücklein tun soll? Wenn nicht, dann werde ich es dir erklären. Für dieses Werk habe ich deinen Mann ausgewählt. Ich wähle für meine Werke immer die Kleinen aus, damit offenbar wird, dass es Gottes Werk ist. Dein Mann ist winzig klein. Klein, alt, blind. Er ist mein letzter Kreuzritter. Der Weg, den er gehen wird, ist kein Weg des Ruhms, sondern ein Weg des Kreuzes. Er wird meine Fahne mit dem Kreuz nach Golgota tragen. Es wird sein Kreuzweg sein. Er wird fallen, so wie ich gefallen bin. Aber ich werde ihm helfen aufzustehen. Sie werden ihn bespucken, verleumden, beschuldigen, sie werden falsch gegen ihn aussagen, aber ich werde ihm beistehen. Sein Kreuzweg wird dem meinen ähnlich sein. Wenn du wissen willst, was ein Krücklein tun soll, dann schau auf meine Mama. Mein Krücklein war meine Mama. Tu immer das, was sie getan hat. Sie stand immer bei mir, demütig und unauffällig. In den Evangelien steht wenig darüber, was sie gesagt hat. Sie kümmerte sich um meine weltlichen Angelegenheiten und folgte mir bis nach Golgota, auch als ich von Feinden umgeben war. Alle meine Nachfolger aus ruhmreichen Tagen rannten davon, und mir blieben nur sie und Johannes. Auch dein Mann wird seinen Johannes haben. Deine Tochter Majka soll sich ein Beispiel an Veronika nehmen, die mirden Feinden zum Trotz ein Tuch reichte und mein blutiges Gesicht abwischte. Auch sie sollte das bespuckte Gesicht ihres Vaters abwischen. Gib Acht, dass du unter dem Einfluss der Umgebung keine Nägel in seine Wunden hinzufügst. Pass auf ihn auf, denn er hat mein Herz, freundlich und barmherzig. Die Umgebung und die Bösen missbrauchen gerne solche Menschen. Er wird meine Fahne auf Golgota hissen. Die Nägel liegen schon bereit.“
Mit Valentín haben wir oft Probleme, bei denen wir keinen Rat wissen. Einmal sagte uns Herr Jesus: „Wenn ihr mit einem Problem zu eurem besten Freund geht und ihn um Rat bittet, was wird er euch antworten? Gibt er euch etwa zu verstehen, das sei unter seiner Würde, oder wird er euch liebevoll beraten? Darum, Valentín, Barlička, immer wenn ihr irgendwelche Sorgen habt, kommt zu mir. Ich werde euch gerne mein Gehör schenken. Schliesslich bin ich euer bester Freund.“ Seitdem besprechen wir auch unsere privaten Probleme und ganz Alltägliches mit Jesus.
19. 7. 2015
Wir nahmen an der Wallfahrt nach Gaboltov teil. Als wir in der Kapelle vor dem Allerheiligsten beteten, forderte Jesus meinen Mann dreimal auf: „Valentín, folge mir!“ Mein Mann antwortete dreimal: „Ja, Herr.“ Dann fuhr Jesus fort: „Valentín, es bleibt keine Zeit mehr. Ziehe schnell um und beginne mein Werk. Barlička soll alles aufzeichnen. Sie soll alles festhalten.“
Als wir von der Wallfahrt nach Hause zurückfuhren, hielten wir in der Kirche in Furča an, wo während des ganzen Tages die Anbetung stattfand. Wir waren sehr überrascht, wie wenige Menschen bei Jesus verweilten. Da sagte Jesus: „Nicht jeder, der sagt, er liebe mich, liebt mich. Nicht Worte, sondern Taten sind wichtig. Wenn ein Junge sein Mädchen liebt und weiss, dass sie auf ihn wartet, wird er dann nicht zu ihr kommen?“ Darauf meinte mein Mann zu Jesus: „Aber viele Menschen gehen auf Wallfahrten zu deiner Mutter.“ Jesus sagte: „Ja, das freut mich, aber sie haben überhaupt nicht verstanden, worin ihre Aufgabe besteht. Ihr einziges Ziel ist es, sie zu mir zu führen. Und schau dir das Ergebnis an. Vergeblich sind ihre Opfer.“
24. 8. 2015
Wir zogen nach Furča in eine Wohnung um, die Herr Jesus selbst für uns ausgesucht hatte. Sie liegt in der Nähe der Kirche mit Blick auf das Kreuz und die ganze Stadt. Und wie es Herr Jesus gewünscht hatte, konnten wir mit der Gründung der Gemeinschaft der Freunde der Eucharistie beginnen. Jesus sprach: „Aus der ganzen Welt habe ich Furča und dieses Gotteshaus ausgewählt, weil ich hier noch lebendigen Glauben gefunden habe. Es ist erforderlich, dass die Gemeinschaft bereits im September gegründet wird. Besucht daher den Herrn Pfarrer, und du, Valentín, sollst ihn darum bitten, dir die Möglichkeit zu geben, am Sonntag nach jeder heiligen Messe vor den Gläubigen aufzutreten, um sie mit meinemWerk vertraut zu machen. Damit jeder, der es möchte, sich in meine Gemeinschaft einschreibt, denn jeder, der sich in dieses Buch einschreibt, schreibt sich in mein Herz ein und ich schreibe mich in das seine ein. Sag weiter: Wer mich zum Freund hat, hat alles. Wer mich nicht in der Eucharistie sieht, sieht mich auch im Leben nicht. Ich werde meinen Freund niemals vor meinem Vater verleugnen. Ohne Barmherzigkeit wird niemand meine Barmherzigkeit erlangen.“
6. 9. 2015
Nach der Abendmesse besuchten wir unseren Herrn Pfarrer. Mein Mann erzählte ihm alles über die Erscheinungen des Eucharistischen Jesus und dass er eine Gemeinschaft gründen und sie weltweit verbreiten solle.
9. 9.2015
Während der Anbetung sagte Herr Jesus meinem Mann, wir sollten den Herrn Pfarrer zu uns einladen, um die Wohnung zu segnen, und bei dieser Gelegenheit solle er ihm alles wieder detailliert erklären. Wir sollten ihn mit großer Liebe bewirten und uns durch nichts beunruhigen lassen. Der Herr Pfarrer nahm die Einladung an, und so vereinbarten wir, dass er am Sonntag, den 13. September, kommen würde.
12.9. 2015
Wir haben, so wie es sich der Herr Jesus gewünscht hat, die Gemeinschaft der Freunde der Eucharistie am Fest der Jungfrau Maria gegründet. In unseren Herzen empfanden wir eine unaussprechliche Freude. Wir freuten uns sehr, vor allem darüber, dass wir den Willen Gottes erfüllten und unser Herr bei uns war.
