Berührungen des Himmels,Teil 1 – das Jahr 2010 – 2015

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Das Ganze begann vor fünf Jahren in Turzovka, einem Ort, der so schön und friedlich ist, an dem man die intensive Gegenwart des gnädigen Gottes und der himmlischen Mutter spürt und dem gleichwohl so wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Es geschah im Mai 2010, als ich ein paar Tage zuvor noch die Stimme der Gottesmutter in meinem Herzen und meiner Seele gehört hatte. Es handelte sich um einen grossen Ruf der Jungfrau Maria von Turzovka, für die auch meine Grossmutter Liebe gehegt hatte, und zeit ihres Lebens hatte sie mir immer gesagt, ich solle diesen gesegneten Ort mindestens einmal im Leben besuchen. Dieser Ruf war so stark, dass ich meinem Mann Valentín sagte, wir müssten dorthin gehen, denn sobald ich aufhören würde, daran zu denken, vernähme ich den Ruf erneut in meinem Herzen. So brachen wir im Mai zusammen mit unserer Tochter, die unfruchtbar war, zu dieser unvergesslichen Pilgerreise auf. Da wir noch nie dort gewesen waren, wussten wir nicht, dass man dorthin über Korňa gelangen kann. Wir parkten unser Auto direkt in Turzovka und nahmen Herrn Lašuts Weg durch den Wald unter die Füsse. Er war lang und beschwerlich, und schon aus der Ferne hörten wir, dass die heilige Messe begonnen hatte, und aufgrund des Gehörten stand fest, dass wir sie nicht rechtzeitig erreichen würden, so wie es sich gehört. Wir waren sehr traurig darüber, aber wir schlossen uns unterwegs dem Geschehen der Messe an und bemerkten nicht einmal, dass wir eigentlich bei der Eucharistiefeier zugegen waren. Als wir den Ort erreichten, an dem die Kapelle steht, stellten wir uns seitlich von ihr hin, um nicht zu stören. Plötzlich sagte meine Tochter: „Mami, die Statue der Jungfrau Maria schaut uns mit lebendigen Augen an.“ Ich schaute hin, und es war tatsächlich so. Es erfreute uns sehr, dass uns die Mutter Gottes nicht zürnte, weil wir zu spät gekommen waren, sondern dass sie uns sogar die Gnade erwies, ihre schönen Augen zu sehen. Plötzlich bemerkten wir, dass die Jungfrau Maria uns auch anlächelte und eigentlich lebendig war. Sie streckte ihre Hände zu uns aus und wir wussten vor Freude nicht, was wir tun sollten. Nur mein Mann sah sie nicht und war traurig darüber. Ich tröstete ihn damit, dass die Mutter Gottes auch ihm zulächle und gewiss einen Grund dafür habe.

Voller Eindrücke kehrten wir nach Hause zurück, und dort erwartete uns eine weitere Überraschung. In unserem Garten waren an einer verwelkten Rose, die jahrelang nicht geblüht hatte, plötzlich viele Blüten zu sehen. Als wir sie zusammen mit den Knospen zählten, kamen wir genau auf die Zahl 150. Sie waren sehr ungewöhnlich, denn sie kamen in verschiedenen Farben vor. Wir fassten es so auf, die Jungfrau Maria wolle, dass wir den Rosenkranz beteten. Und wir begannen sogleich damit. Seit diesem Ereignis hat sich unser Leben völlig verändert. Plötzlich begannen wir, alles auf eine andere Weise zu sehen. Wir vollzogen eine Umkehr und sehnten uns von da an nach nichts anderem als nach Gott und danach, oft zu beten. Unser ganzes bisheriges mit Sünde behaftetes Leben lief vor uns ab. Wir legten mehrmals die Generalbeichte ab, weil wir beim Beichten immer wieder etwas vergessen hatten. Auf einmal verspürten wir eine unermessliche Liebe zu Jesus in der Eucharistie. Wir kauften Bücher, Biografien verschiedener Heiliger, und begannen, jedes Mal nach der heiligen Messe Jesus im Tabernakel oder bei der Aussetzung des Allerheiligsten zu besuchen. Uns wurde bewusst, wie sehr wir Herrn Jesus und die Jungfrau Maria liebten und wie glücklich wir waren. 

Wir konnten uns nach nichts anderem mehr sehnen als danach, ihnen zu begegnen. Aber uns wurde auch bewusst, dass wir vor diesem Tabernakel alleine waren und kaum jemand kam, um Jesus zu besuchen. Nach der heiligen Messe eilte jeder gleich nach Hause oder die Leute unterhielten sich sogar noch in der Kirche über alles Mögliche, nur nicht über Gott. Also beschlossen mein Mann und ich, dass wir Jesus regelmässig besuchen würden, um ihn zumindest ein wenig zu erfreuen. So verging die Zeit und es geschah nichts Aussergewöhnliches. Bis ich wieder einmal den Ruf der Jungfrau Maria im Herzen vernahm: Ihr müsst am Sonntag nach Turzovka kommen. Ich sagte es meinem Mann, der es nicht ganz begreifen konnte, da schlechtes Wetter und grosse Überschwemmungen angesagt waren, und so erstaunte es nicht, dass er deswegen Befürchtungen hatte. Aber die Jungfrau Maria rief uns weiterhin und in meinem Herzen sagte sie: Sag deinem Mann, er solle sich nicht fürchten. Ich werde mit euch sein. Ich werde euch beschützen. Ihr schafft das. So brachen wir in Begleitung unserer Tochter wieder zu diesem wunderschönen Ort voller wunderbarer Erinnerungen auf, und wir glaubten daran, dass wir es wirklich schaffen würden. Die Fahrt war für meinen Mann sehr anstrengend, denn wir passierten einen Wolkenbruch nach dem anderen, und die Regenschauer waren so stark, dass die Scheibenwischer am Auto die Frontscheibe nicht rechtzeitig abwischen konnten. Aber dank unserer himmlischen Mutter schafften wir es. Die ganze Zeit über beteten meine Tochter und ich und riefen sie um Hilfe an. Sie führte uns bis nach Korňa, von wo aus wir zu einem geräumigen Parkplatz unter dem Wald gelangten und anschliessend zu Fuss die Kapelle erreichten. Als wir ankamen, waren nur sehr wenige Menschen dort, und daher verstanden wir die ganze Zeit nicht, warum die Jungfrau Maria uns gerufen hatte. Plötzlich entnahmen wir dem Gespräch der Leute, dass Matúš Lašuts Beerdigung bevorstehen würde. Da verstanden wir, dass uns die Gottesmutter bei der Verabschiedung von diesem Seher haben wollte. Unsere Freude war riesengross. Sogar die Sonne begann zu scheinen, und so dankten wir Gott und der Jungfrau Maria erneut, dass wir solch eine grosse Gnade erhalten hatten und bei solch einem grossen Ereignis dabei sein durften. Es war am 15. August 2010, dem Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel. Im September sagte unsere Tochter Majka zu mir: „Mami, etwas Seltsames ist mir passiert. Wie ich so dastand, hörte ich hinter mir die Stimme der Jungfrau Maria. Sie sagte zu mir: Majka, komm nach Turzovka und wasch dir den Bauch mit meinem Wasser. Du wirst ein Kind bekommen.“ Und so haben wir es auch gemacht. Wir kamen nach Turzovka, Majka wusch sich ihren Bauch mit dem Wasser und freute sich. Aber es geschah nichts. Ende April 2012, als mein Mann abends den Rosenkranz für ihre Segnung betete, erschien vor ihm plötzlich die Jungfrau Maria, die ein Kind in ihren Armen hielt. Sie war ganz in Weiss gekleidet. Sie lächelte Valentín zu, streckte ihre Hände aus und schickte ihm das Kind durch die Luft. Das Ganze dauerte nur einen Moment. Er weckte mich auf und sagte zu mir: „Majka wird ein Kind bekommen. Die Jungfrau Maria war bei mir und hat es mir gebracht.“ Er bekam auch die Eingebung, dass es an seinem Geburtstag geboren und dass es sein Geschenk sein würde. Und so geschah es auch. Am 6. Februar 2013 wurde unserer unfruchtbaren Tochter nach knapp neun Jahren Ehe Viktória Mária geboren.