Das Jahr 2018

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16. 3.2018

Im Traum fand ich mich in einer seltsamen Landschaft. Es herrschte zwar Frieden und Freude, aber alles war so, wie es bei uns auf der Erde vor dem Regen ist. Die ganze Landschaft war wie unter einer Wolke, und stellenweise gab es auch dichten Nebel. Ich nahm keine Farben wahr. Das Gras war wie bei uns auf der Erde, nicht so bunt, wie Viktorka es mir beschrieben hatte, und ich sah dort weder Wiesen noch Blumen. Die Bäume waren ohne Blätter, so wie bei uns im späten Herbst. Es flogen dort weder Schmetterlinge noch bunte Vögel, und es gab auch keine besonderen Tiere oder Paläste, aber die Seelen dort waren sehr glücklich. Während ich diese Landschaft betrachtete, sah ich, wie ein kleiner Dinosaurier über den Weg ging, auf dem ein niedlicher Junge saß. Er hielt sich an seinem Hals fest, und als er mich sah, lächelte er. Hier und da sah ich auch andere Tiere, solche, wie sie bei uns üblich sind: Pferde, Kühe, ein paar Hunde, nichts Außergewöhnliches. In der Ferne sah ich auch Häuser, wie ich schon erwähnt habe, keine Paläste, sondern ganz gewöhnliche Häuser. Dann erblickte ich weitere Seelen, sie waren friedlich und strahlten Liebe aus. Ich dachte mir: „Wo bin ich? Was ist das für ein Ort? Und wie kommt es, dass diese Seelen hier so glücklich sind, obwohl sie weder Sonne noch Wiesen noch Blumen haben, kein Schmetterling vorbeifliegt, keine Biene? Was ist das für ein Platz?“
Der Herr Jesus erklärte es: „Krücklein, du hast die Landschaft des Himmels gesehen, wo die Seelen sind, die nicht getauft wurden, aber ein gutes und gottesfürchtiges Leben geführt haben. Dort sind auch die Seelen abgetriebener Kinder und ungetaufter unschuldiger Kinder. Sie sehen Gott nicht, deshalb gibt es dort kein Licht, sondern Nebel. Unter solchen Bedingungen wachsen keine Blumen, und es gibt auch keine Wiesen. Auch die Tiere dort sind nur solche, die diese Umgebung ertragen können. Diese Landschaft sieht so aus, wie ich sie dir gezeigt habe, aber obwohl sie so aussieht, ist es eine Landschaft des Friedens und der Liebe.“

18.3.2018

Während ich betete, schauten mich zwei wunderschöne Augen an. Jesus sagte: „Das waren die Augen meiner Mutter.“

19.3.2018

Als ich den Leib Christi empfing, spürte ich vor dem Tabernakel einen intensiven Vanilleduft. Jesus sagte: „Das war Ich, den du gerochen hast.“
Viktorka erzählte mir heute: „Oma, auch heute Nacht war ich im Himmelreich. Ich gehe fast jede Nacht mit der Jungfrau Maria dorthin. Diesmal zeigte sie mir Rehe, Bären, Kamele, Füchse, Geparden und Löwen, auch Pinguine sind dort, und die Schweinchen sind gestreift, aber auch gefleckt. Und sie zeigte mir auch alle Meere, die es dort gibt. Es sind acht, und bei jedem stehen zwei riesige Palmen. Das sind die höchsten Bäume, die ich dort gesehen habe. Sie sind höher als die Kirchlein, und unter jeder fällt manchmal so ein rosa Schnee.“  „Schnee?“ wunderte ich mich. „Ja, Schnee,“ sagte sie und fuhr fort: „Er ist anders als auf der Erde. Er ist trocken, wohlig warm und duftet sehr schön. Oma, im Himmel ist es so schön, dass ich, wenn ich dort bin, nicht zur Erde zurückkehren möchte.“

20.3.2018

Heute hat mich Viktorka überrascht. Sie sagte mir: „Oma, heute war die Jungfrau Maria bei mir in goldenen Kleidern mit einer cremefarbenen Schleife, einem orangefarbenen Mantel, sie hatte geflochtene Zöpfe und hielt in der Hand ein Sträußchen aus drei Rosen. Eine war blau, die zweite rosa und die dritte rot. Sie sagte, dass sie dieses Sträußchen für mich mitgebracht hat. Und weißt du, was sie mir noch gesagt hat? Sie sagte, dass sie sich auch dir, Oma, gezeigt und dir eine Blume gebracht hat. Sag mir, Oma, wie war sie bei dir, was hatte sie an, und welche Blume hat sie dir gegeben?“ Ich erzählte es ihr, und sie freute sich sehr darüber. Dann fragte ich sie: „Viktorka, hat dir die Jungfrau Maria gesagt, was diese Rosen bedeuten und warum jede eine andere Farbe hatte?“ Sie antwortete: „Nein.“

21.3.2018

In der Nacht hatte ich einen Traum. Ich war zusammen mit Valentín im Haus einer freundlichen Familie, wo wir ihnen von Gott erzählten und mein Mann ihnen auch Details über die Gemeinschaft der Freunde der Eucharistie erklärte. Alle waren sehr nett zu uns und hörten aufmerksam zu. Ich wusste, dass es eine vorbildliche christliche Familie war, deshalb nahm ich eine Frau mit zu diesem Treffen, die ich gut kenne und mir sehr am Herzen liegt, damit sie sieht, wie echte Christen leben, und endlich Valentíns Zeugnis aufmerksam anhört, an dem sie bisher kein Interesse gezeigt hatte. Plötzlich begann diese Frau vor allen, mich anzuschreien, und überschüttete mich sogar mit unanständigen Beschimpfungen, aber die Leute, die in diesem Haus lebten, beachteten sie gar nicht und glaubten ihr nicht. Sie glaubten uns.
Der Herr Jesus sagte: „Die gute Familie, die du, Krücklein, gesehen hast, repräsentiert Seelen im Zustand der Gnade. Solche Seelen nehmen euch immer mit Liebe auf. Die zornige Frau repräsentiert Seelen, die nicht im Zustand der Gnade sind. Diese Seelen werden immer gegen euch sein.“

28.3.2018

Als ich abends den Rosenkranz zum Heiligen Geist betete, erschien plötzlich vor meinen Augen eine Szene von einer Pilgerreise nach Fatima. Auf dieser Reise war auch ein junges roma-paar mit uns. Es waren zwei Menschen, bei denen ich sah, wie sehr sie sich liebten. Der Mann war die ganze Zeit freundlich zu seiner Frau, zuvorkommend und in allem aufmerksam und rücksichtsvoll. Auf dieser Pilgerreise waren wir an verschiedenen Orten, und überall, wo wir zu Abend aßen, setzten wir uns mit ihnen an den Tisch, sodass wir sie besser kennenlernen konnten. In Fatima erzählte uns diese junge Frau zum Beispiel, dass sie krank ist. Sie hatte eine schwere Wirbelsäulenoperation und große Schmerzen, aber obwohl sie wusste, dass diese Reise nach Fatima und zu anderen Orten anstrengend für sie sein würde, wollte sie ihren Traum erfüllen. Sie erzählte uns, dass sie drei Kinder hat, eines davon schwer behindert, aber dass sie Gott auch für dieses Kind dankbar ist und alle drei gleich liebt. Jeden Tag rief sie ihre Mutter vom Handy aus an, die während der Reise auf ihre Kinder aufpasste, und erzählte ihnen von ihren täglichen Erlebnissen. Als wir in Lourdes waren, geschah Folgendes. Wieder sollten wir alle beim Abendessen an einem Tisch sitzen, wie immer, aber ich bemerkte sofort, dass drei Leute von uns weggegangen und woanders hingesetzt hatten, weil sie nicht mit ihnen zusammen sein wollten. Die anderen blieben. Bei der jungen Roma-Frau sah ich, dass sie große Schmerzen hatte. Ich fragte sie: „Was ist mit dir? Hast du Rückenschmerzen?“ Sie antwortete mir: „Ich wollte in Fatima auf Knien zur Statue der Jungfrau Maria gehen. Ich habe immer davon geträumt. Ich sagte mir, wenn Gott mir einmal hilft, hierher zu kommen, werde ich dieses Opfer bringen, auch wenn es mich etwas kostet. Und ich habe es geschafft. Mein Mann hat mir sehr geholfen. Die ganze Zeit ging er neben mir und hielt meine Hand.“ Ich bemerkte: „Das ist wunderschön, dass ihr das geschafft habt, und wofür hast du es geopfert?“ Sie sagte: „Für die Bekehrung der Sünder.“ Am Tisch saß auch eine hochmütige Frau, die, als sie das hörte, sagte: „Die hatte ja auch Grund dazu, bei denen sind doch nur Sünder.“ Die Roma-Frau hörte es, reagierte aber nicht. Sie nahm es demütig hin und schwieg.
Der Herr Jesus sprach: „ Krücklein, an diesen beiden Frauen wollte Ich Folgendes zeigen: Wenn zwei Christen dasselbe tun, beten, in die Kirche gehen, an Pilgerreisen teilnehmen, die Sakramente empfangen, ist es nicht dasselbe. Sie sind wie zwei Seiten einer Münze. Der Kopf, der stolz und eingebildet ist, und das Zeichen – bescheiden und demütig. Der Kopf sind Christen nur äußerlich, und das Zeichen sind Menschen, die das Christentum in ihrem Herzen tragen und es auch leben. Deshalb sollt ihr in der Gemeinschaft bei Vorträgen betonen, dass Christen auf Stolz achten sollen, damit sie nicht der Kopf der Münze sind, sondern das Zeichen der Münze. Denn der Kopf der Münze erhebt sich in dieser Welt nach oben, das Zeichen ist wie unten, aber in der Ewigkeit ist es umgekehrt.“

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