24.1.2018
Viktorka begann mir zu erzählen, was sie in der Nacht in ihrem Zimmerchen erlebt hat. Sie sagte: „Oma, in der Nacht kam Jesus, ans Kreuz genagelt, von der Tür auf mich zu. Er hatte eine Dornenkrone auf dem Kopf und Nägel in Händen und Füßen. Blut floss über seinen ganzen Körper. Die Nägel waren groß, um seine Arme waren Seile gewickelt (sie zeigte unter die Ellbogen), und um seine Knie war eine grobe Kette geschlungen. Seine Knie waren wund, und die ganze Zeit weinte er blutige Tränen. Jesus am Kreuz kam bis zu meinem Bett und sagte mir, dass er so wegen der Sünden der Menschen gelitten hat. Das Kreuz war sehr groß, auch Jesus war groß. Neben dem Kreuz stand die Jungfrau Maria und weinte bitterlich. Sie war ganz in Schwarz gekleidet. Ihr Herz war von acht Schwertern durchbohrt. Ich fragte sie, Oma, warum sie acht Schwerter hat und nicht sieben, und sie sagte mir, dass es die acht großen Wunden des Herrn Jesus sind: 2x die Knie, 2x die durchbohrten Hände, 2x die durchbohrten Füße, das durchbohrte Herz und die Schulter. Jesus sagte mir, dass die Wunden an den Knien entstanden, als das Kreuz ihn niederdrückte. Ich hatte so Mitleid mit Jesus, deshalb streichelte ich ihn und gab ihm ein Küsschen. Und weißt du, was mir dann einfiel, Oma?“ „Was?“ fragte ich. Und sie antwortete: „Dass ich ihm die Nägel herausziehe und auch die Kette abnehme, damit ihn nichts mehr schmerzt.“ „Und hast du das geschafft?“ fragte ich. Sie antwortete: „Ja. Als ich das tat, verschwand das Kreuz, und Jesus stand bei mir über dem Teppich. Dann verschwand auch er. Aber vorher lächelte er mich noch an.“
25.1.2018
Im Traum sah ich eine Hand, die in einem Buch blätterte. Jesus sagte: „Krücklein, das war die Hand des Herrn, die darauf hinweisen wollte, wie wichtig das Buch ist, das du schreibst. Dieses Buch ist die Vollendung meines Werkes. Es wird seine Verbreitung in die ganze Welt bewirken.“ Mit dem Herrn Jesus kam auch der heilige Paulus. Er sagte: „Ich grüße euch, Apostel der heutigen Zeit. Ich segne euch und eure Schritte, damit ihr so viele Menschen wie möglich bekehrt und zum wahren Glauben führt. Ich werde euch auf euren Wegen begleiten.“
26.1.2018
Von Viktorka erfuhr ich weitere interessante Dinge. Sie sagte mir: „Oma, die Jungfrau Maria hat mir erzählt, dass es im Himmelreich wunderschöne Paläste gibt und dass sie bunt sind. Ich sagte ihr, dass ich keinen Palast will, dass ich durch den ganzen Himmel rennen möchte, und sie lächelte nur und sagte mir, dass ich, wenn ich aus dem Palast herauslaufe, durch das ganze Himmelreich rennen kann, über all die wunderschönen Wiesen, all die schönen Orte und Pfade. Oma, und weißt du, dass auf deinem Nachttisch eine weiße Turteltaube saß und auf dem Tisch eine weiße Katze? Beide schauten mich so lieb an.“ Sie schwieg einen Moment und fuhr dann fort: „Und weißt du was, Oma, die Jungfrau Maria sagte mir, dass auf jeder Wiese andere Blumen wachsen und dass auf den kleinen Rosen kleine Marienkäfer herumlaufen, aber sie sind nicht wie auf der Erde, sie sind bunt… blau, weiß, gelb, rosa, rot, grün… sie sind ganz verschieden. Und die Pfauen dort sind viel schöner als auf der Erde, und die Pferde haben keine Hufeisen, weil sie sie nicht brauchen. Die Jungfrau Maria sagte mir, dass das Himmelreich nur aus Palästen und Wiesen besteht und dass dort alles vollkommen ist. Oma, mir gefällt es auf der Erde überhaupt nicht, ich würde schon jetzt ins Himmelreich gehen wollen.“
27.1.2018
Meine jüngere Tochter Anička rief mich heute an und fragte, ob ich ihr nicht einen kleinen Gefallen tun könnte. Ich war sehr müde, weil ich eine ziemlich schwere Woche hinter mir hatte, und so dachte ich mir: „Gott steht bei mir an erster Stelle. Zuerst schreibe ich das, was ich für das Buch schreiben muss, und dann sehe ich, wie ich mich fühle.“ Am Abend nach der heiligen Messe übermittelte mir der Herr Jesus durch Valentín: „Krücklein, Barmherzigkeit will Ich, keine Opfer.“ Der Herr Jesus war dabei ernst. Als mein Mann mir das sagte, begann ich weinend das zu tun, worum mich meine Tochter gebeten hatte, und bat Gott um Vergebung. Es war schon spät am Abend, aber ich schaffte es. In der Nacht, während ich betete, weinte ich die ganze Zeit, weil ich Jesus verletzt hatte, und konnte mich nicht beruhigen. Ich fühlte mich so unwürdig. Als ich einschlief, sah ich eine wunderschöne Hand, die jemanden sanft über den Kopf streichelte. Da wachte ich auf.
28.1.2018
Jesus sprach: „Krücklein, du bist meine geliebte Tochter. So wie du deine geliebten Töchter zurechtweist, weil du sie liebst, so habe auch Ich dich zurechtgewiesen. Ich weiß, dass Gott bei dir an erster Stelle steht, und Ich weiß auch, dass du sehr erschöpft warst, aber immer, wenn dich jemand um einen Dienst bittet, schau nicht auf dich selbst. Wenn du jemandem Barmherzigkeit erweist, tust du das für mich. Damit stellst du mich an die erste Stelle. Merke dir, dass Barmherzigkeit in den Augen Gottes mehr bedeutet als Opfer. Krücklein, immer wenn du müde bist oder einen schweren Tag, eine Aufgabe oder ein Problem vor dir hast, bete so: Jesus, in deine Hände lege ich mein Problem, meinen ganzen Tag, kümmere du dich darum. Dein Wille geschehe, ich nehme ihn mit Liebe an. Jesus, ich vertraue dir!!! Die Hand, die du gesehen hast, war die Hand Gottes. Damit habe Ich dich gestreichelt. Weine nicht mehr.“
30.1.2018
Ich fragte meinen geliebten Valentín, worüber er sich, abgesehen von dem, was ich weiß, noch mit dem Herrn Jesus unterhält. Er sagte mir: „Ich lasse immer alle Mitglieder der Gemeinschaft segnen, auch unsere Kinder und Enkelkinder. Ich erbitte Gnaden für die, die mich darum bitten, auch für unsere Nachkommen und Adoptivkinder. Ich danke für erhörte Bitten, für alles, was mir Gott gibt, auch für unangenehme Dinge, und sage ihm immer wieder, wie sehr ich ihn liebe.“ Heute spürte ich in mir einen intensiven Blumenduft. Es erinnerte mich an den starken Duft von Pfingstrosen. Jesus sagte: „Du weißt doch, Krücklein, dass Katharina von Siena immer bei dir ist. Heute hast du sie auch gespürt.“
