29.3.2018 – Gründonnerstag
Während der Anbetung segnete der Herr Jesus alle Mitglieder der Gemeinschaft der Freunde der Eucharistie: „Ich segne alle Mitglieder der Gemeinschaft der Freunde der Eucharistie. Mein Segen wird euch das ganze Jahr über begleiten. Meine Hände werden euch schützen, leiten, führen und zu mir ziehen. Ihr werdet die Macht und Stärke meines Segens erkennen.“ Valentín bat den Herrn Jesus, mit ihm sein Leiden im Garten Getsemani, seine Passion und Kreuzigung ertragen zu dürfen.
Der Herr Jesus sagte: „Ich werde zu dir kommen, und du wirst mit mir leiden.“ Valentín litt die ganze Nacht. Er erzählte mir: „Ich befand mich im Garten Getsemani in tiefer Dunkelheit und spürte die ganze Nacht eine unbeschreibliche Angst. Ich zitterte vor Kälte, aber auch vor Furcht. Mein Kopf schmerzte, als wäre er in einem Schraubstock. Ich sah den Herrn Jesus knien. Bei ihm war nicht nur ein Engel, sondern auch der Teufel. Dann sah ich, wie sie den Herrn geißelten, wie sie ihn mit Dornen krönten, wie er unter dem Kreuz fiel und wie Veronika ihm das Tuch reichte. Ich sah seine Kreuzigung und seinen Tod. Körperliche Schmerzen hatte ich nicht so stark, aber die seelischen waren grausam.“
Auch ich erlebte das Leiden mit dem Herrn Jesus, aber anders als Valentín. Ich stand mit Jesus vor einem großen Tor, das sich vor ihm öffnete, und wir betraten gemeinsam den Garten Getsemani. Jesus ging nicht mehr mit mir. Langsam schritt ich durch die Dunkelheit und sah in der Ferne einen großen, mächtigen Olivenbaum, an dem er schon kniete und bitterlich weinte. In dem Moment, als ich ihn sah, begannen sich mir die Sünden der Welt zu zeigen, die unser Herr sah. Es waren vor allem alle Sünden, die Menschen aus Respektlosigkeit gegenüber Gott begehen. All diese Sünden, die er sah – und es waren unzählige – verwandelten sich in Dornen, die ihn unablässig in den Leib stachen und ihm unsägliche Schmerzen bereiteten. Der Herr Jesus sah und litt auch für die Sünden der Unreinheit, jeglicher Art. Er war ganz von Dornen durchbohrt und stöhnte dabei sehr. Es war ein schrecklicher Anblick. Er litt für alle Sünden der Menschen und für die größten Abscheulichkeiten, die sie begehen. Mir wurden alle unmoralischen Vergnügungen gezeigt, ich hörte Schreie, Gelächter, Musik, Tanz. Der Lärm war so stark, dass es unerträglich war.
Für all diese Sünden litt der Herr Jesus so sehr, dass man es sich nicht vorstellen kann. Schließlich sah ich ihn ganz von Dornen bedeckt. Wie Valentín sah auch ich, dass der Teufel bei ihm war. Während ich all das betrachtete, erschien plötzlich vor mir eine Gestalt mit einem entstellten Gesicht. Ich erschrak sehr, denn dieses Gesicht war so entstellt, dass man es nicht ansehen konnte. Es war ganz blau-schwarz, regelrecht nekrotisch. An manchen Stellen fehlte Haut oder Fleischstücke, es hatte keine Nase, nur Löcher. Vom Oberlippenbereich war das Fleisch herausgerissen, sodass die entblößten Zähne sichtbar waren, und auf dem Kopf waren keine Haare, nur einige Überreste langer Strähnen. Ich hatte das Gefühl, als würde ich auf das zerfallende Gesicht eines Toten schauen. Auf ein Gesicht in Verwesung. Da bemerkte ich, dass der Mann, dem dieses Gesicht gehörte, eine Tunika trug, wie Jesus sie trug. Ich verstand, dass ich auf sein geschundenes und gequältes Gesicht schaute, das ich immer hatte sehen wollen, aber jetzt, als ich es sah … werde ich bis ans Ende meines Lebens weinen. Diese Grausamkeit kann sich kein Mensch vorstellen.
30.3.2018
Jesus sagte: „ Krücklein, alles, was du gesehen hast, ist wahr.“
Viktorka erzählte die Tochter Majka, dass Jesus in der Nacht am Kreuz bei ihr war. Auf dem Kopf trug er eine Dornenkrone, aus seinen Händen und Füßen floss Blut, und um seine Knie war eine schwere Kette gewickelt. Am Kreuz stand die Jungfrau Maria und weinte bitterlich. Auch der Herr Jesus weinte sehr. Die Jungfrau Maria war ganz in Schwarz gekleidet. Viktorka sagte: „Ich stand aus dem Bett auf, zog Jesus die Nägel aus den Händen und Füßen und nahm ihm auch die Kette ab. Dann gab ich seinen Wunden Küsschen, und das Kreuz verschwand. Jesus und die Jungfrau Maria waren sehr erfreut und drückten mich an sich. Wir drei umarmten uns lange, und ich war sehr glücklich. Die Jungfrau Maria deckte mich mit ihrem Mantel zu und hielt mich die ganze Zeit an sich gedrückt. Dabei war mir sehr warm.“ Während sie sprach, brach sie plötzlich in herzzerreißendes Weinen aus, dass sie für immer bei der Jungfrau Maria sein wolle. Die Tochter konnte sie nur mit Mühe beruhigen.
31.3.2018
Jesus sagte: „Valentín, in der Nacht hast du Fragmente meiner Passion und Kreuzigung gesehen. Du hast es seelisch mit mir durchlebt. Du hattest keine großen körperlichen Schmerzen und wirst sie auch nicht haben, damit es deiner Gesundheit nicht schadet. Die ganze Nacht hast du mit mir durchlebt und gelitten, um psychische Widerstandskraft für die Ereignisse zu gewinnen, die dich in der Zukunft erwarten. Es wird kein körperliches, sondern seelisches Leiden sein. Ähnlich wie das, was einige eurer Politiker heute erleben, die in dieser Zeit von den Medien angegriffen und verfolgt werden. Ihr werdet nicht von meiner Vergangenheit zeugen, sondern ihr werdet Zeugnis vom Himmelreich, dem Fegefeuer und der Hölle verbreiten, damit die Menschen anhand dessen, wie sie hier auf Erden leben, erkennen, was sie in der Ewigkeit erwartet. Seid nicht traurig, dass es so langsam vorangeht und die Menschen euch nicht annehmen. Die heutige Welt ist materialistisch geprägt, und die Menschen glauben nicht an Wunder. Auch Geistliche haben damit Probleme, wenn sie es nicht persönlich erlebt haben. Deshalb nehmen sie euch nicht ernst.“
1.4.2018
Jesus sagte: „Ich habe das Opfer für die Sünden der ganzen Welt gebracht, und du, Valentín, bringst es dafür, dass die Menschen an mich glauben.“
Ich wollte wissen, wodurch die Wunden im Gesicht Jesu verursacht wurden, diese Verstümmelung, und für welche Sünden der Menschen er so gelitten hat.
Jesus sprach: „Diese Wunden wurden durch Stürze auf Steine, die Dornenkrone, Schläge ins Gesicht und Speichel verursacht. Mein Gesicht wurde verstümmelt für alle Sünden gegen das erste Gebot Gottes. Sünden wie Götzen, die sich die Menschen erschaffen, Fluchen, Lästern, unwürdiges Empfangen der Sakramente, das Bekenntnis zu anderen Göttern, sakrilegische Beichten, die Untreue meiner Geistlichen, Häresien. Das sind alles Schläge und Speichel in mein Gesicht.“
